Kleinkindliche Dickköpfigkeiten, Negierungen und sensationslüsterne Spekulationen sind keine guten Helfer, wenn es um die Aufklärung eines Verbrechens geht.
Seit einigen Jahren nun schon versuchen all jene, die in den Anschlägen des 11. Septembers 2001 eine groß angelegte Verschwörung von kriminellen Elementen innerhalb der US-amerikanischen Regierung sehen, die Wahrheit über die tatsächlichen Hintergründe zu erkunden und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Eine kaum noch zu beziffernde Menge an Personen, verstreut auf der ganzen Welt, hat mit mal mehr und mal weniger großer detektivischer Begabung eine beachtliche Menge an Merkwürdigkeiten, Unstimmigkeiten und Auffälligkeiten ans Licht gebracht, die alle darauf hin deuten, dass die Öffentlichkeit in Bezug auf die wahren Vorkommnisse vom 11. September systematisch betrogen wurde. Bei intensiver Auseinandersetzung mit diesen Erkenntnissen, stellt man fest, dass einige von ihnen hoch brisant und andere wiederum nicht den Mausklick wert sind, der sie auf dem PC zum Vorschein kommen lässt.
Der Personenkreis, der gesellschaftlich als Verschwörungstheoretiker bezeichnet wird und diese Recherchen bewerkstelligt, ist mindestens so heterogen, wie die Erkenntnisse, die er hervorbringt. Vom Schüler und Studenten, von der Hausfrau zum Arbeiter, vom Lehrer zum Professor und vom hochrangigen Militär bis zum hochrangigen Politiker reicht das Spektrum der 9-11-Zweifler.
Trotz eines beachtlichen Arbeitsaufwandes und trotz der Brisanz einiger der gewonnenen Erkenntnisse, muss festgestellt werden, dass das Resultat einer unmittelbar nach den Terroranschlägen begonnenen Wahrheitssuche unterm Strich wenig bewirkt hat. Immerhin sind sechs Jahre vergangen, sechs Jahre, in denen die offizielle Version der Ereignisse nach wie vor die Geschichtsschreibung dominiert wie ein Diktator sein Volk.
Bei aller Beachtlichkeit von Umfragen, die zwar angeben, dass weite Teile der Bevölkerung ebenfalls an der massenmedial verkündeten Theorie von der Täterschaft Bin Ladens und AlQuaida zweifeln, und bei allem Eifer, den bestimmte Akteure aus dem 9-11 Truth Movement an den Tag legen: Die Sachlage ist, dass durch alle wichtigen Institutionen der westlichen Demokratien hindurch der Glauben an die offizielle Version der Terroranschläge die Politik vorgibt. Weder Regierungen noch Parlamente, weder die Bildungseinrichtungen noch Massenmedien widersprechen dem 9-11 Dogma (oder bestenfalls hinter vorgehaltener Hand).
Der bis jetzt in Anspruch genommene Zeitrahmen mag zwar aufgrund der Konstellation und der Position der alternativen Aufklärer im Vergleich zu dem Wirkungs- und Machtspektrum der Massenmedien und der Politik einerseits gering sein, doch sechs Jahre sind andererseits auch eine verdammt lange Zeit. Eine Zeit, in denen zwei Kriege geführt wurden und ein Dritter auf Standby geschaltet ist.
Worin liegen die Ursachen, was sind die Gründe des mangelhaften Fortschritts?Unter anderem liegen die Ursachen bei den Verschwörungstheoretikern selbst. Analysiert man ihre Argumentationsweise, betrachtet man ihre Rhetorik und dekonstruiert man ihre Sichtweisen, dann ist festzustellen, dass ihre Rolle sehr ambivalent ist. Die Rolle der ‚Wahrheitssucher’, der ‚Richtigsteller’, der ‚Zurechtrücker’ beanspruchen sie, doch gerecht werden sie dieser Rolle bei weitem nicht immer. Sicherlich muss einigen von ihnen zu Gute gehalten werden, dass sie, was investigativen Journalismus und Kriminalitätsaufklärung angeht, nur laienhafte Ahnung haben.
Dennoch spricht es erstmal für ihr Verantwortungsbewusstsein als politisch mündige Menschen, sich auf eigene Faust mit beschränkten Mitteln aufzumachen und nach der Wahrheit zu suchen – und sei es auch nur mit Hilfe von Google. Das überhebliche Kritisieren ihrer Tätigkeit, wie es einige renommierte Medienpublikationen gemacht habe, ist in der geschehenen Weise deplaziert.
Dennoch darf auch nicht mit einem Augenzwinkern über die methodologischen Schwachstellen und die so hervorgebrachten Resultate hinweggesehen werden. Das 9-11 Truth Movement wirft den großen Medien schlampige Recherche und Unsachlichkeit vor. Das 9-11 Truth Movement spricht von einem blinden Fleck auf Seiten der Medien, wenn es um die Aufklärung der Verbrechen vom 11. September geht und von einer Ausblendung sinntragender Sachverhalte in diesem Zusammenhang. Die Publikationen der 9-11 Zweifler sind jedoch bedauernswerter Weise häufig selbst ein Spiegelbild dieser Vorwürfe. Mangelhafte Recherche, aus dem Kontext gerissene Zitate, abgeschriebene in sich falsche Behauptungen, nicht nachweisbare Aussagen, verdrehte Sachverhalte usw. prägen die Veröffentlichungen der Alternativdenker. Es mag noch verzeihlich sein, wenn ein 15-jähriger Schüler, der seinen gesunden Menschenverstand nutzt und das Gefühl nicht los wird, dass an der offiziellen Darstellung zum 11. September etwas zum Himmel stinkt, durch seine Laienhaftigkeit das kleine Einmaleins der Recherchearbeit missachtet, wenn aber gestandene und durchaus auch mit Reputation versehenen Persönlichkeiten aus der Szene die gleichen Fehler machen, sind die Konsequenzen für die Aufklärung des Verbrechens fatal.
Es kann nicht angehen, dass einerseits die alternativen Wahrheitssucher die Glaubwürdigkeit der Meldungen der Massenmedien in Gänze anzweifeln, dann aber genau die Meldungen, die scheinbar ihre verschwörungstheoretische Sicht stützen und von diesen Massenmedien berichtet werden, als unumstößlich ansehen. Es kann nicht angehen, dass behauptet wird, dass 7 der 19 Attentäter noch nach dem 11. September am Leben waren und sich dabei beispielsweise auf Meldungen der BBC berufen wird, ohne, dass man selbst diese Meldungen durch eine dezidierte journalistische Recherche überprüft – und zwar bei einer Behauptung mit solchem Ausmaß vor und zurück. Selbst bei allem Verständnis: Mit einer lapidaren Begründung für die mangelnde Recherche wie z.B, dass die finanziellen Möglichkeiten nicht ausgereicht hätten, ist es nicht getan. Das Ergebnis solcher journalistischen Schnellschüsse war eine Bloßstellung der gesamten Szene. Dabei ist die Frage nach den Identitäten der Attentäter ganz zentral.
Die mitunter unbefriedigende Vorgehensweise der Zweifler kann also als einer der Gründe für einen nicht erfolgten Durchbruch angegeben werden. Doch es gibt weitere Gründe.
Wie weiter oben angesprochen, ist das 9-11 Truth Movement bezüglich der Theorien und Ansichten sehr vielseitig. Ob nun über Sprengungen, Raketeneinschlägen. Fernsteuerungen, Abschüsse, War Games oder Börsenspekulationen berichtet wird, jede Theorie hat ihre Anhänger. Und genau hier wird eine neue Schwachstelle der Szene deutlich. In der Bibel heißt es schon: a house divided in itself shall not stand. Anders, aber nicht weniger bildlich formuliert: Zu viele Zutaten verkraftet kein Essen; es schmeckt nicht mehr.
Zwar ist die Heterogenität der verschwörungstheoretischen Ansätze durchaus nachvollziehbar. Denn zuerst galt es das Feld zu sichten, möglichst viele Informationen zu sammeln und zu bearbeiten. Dass aber es nach sechs Jahren nicht geschafft werden konnte, die Quintessenz aus den gewonnenen Erkenntnissen herauszufiltern, dass es nach sechs Jahren nicht erreicht wurde, die Kräfte zu bündeln und auf die schwächste Stelle der offiziellen Theorie zu richten, verdeutlicht einen weiteren Grund für das Nichterreichen des gesteckten Ziels: Uneinigkeit.
Darüber hinaus hat die Szene etliche strategische Fehler gemacht. Auf einen sei hier verwiesen. Von Anfang an war die Ausrichtung der Szene sozusagen kriegerisch. Es galt einen Infowar zu führen. Einen Informationskrieg gegen die Desinformation der Massenmedien. Dieses Paradigma war durchaus begründet, doch war es nicht sonderlich durchdacht. Keiner der beteiligten Akteure innerhalb des 9-11 Truth Movement, noch nicht mal alle zusammen genommen, haben die Ressourcen, die Fähigkeiten, die Infrastruktur u.ä., um die Terroranschläge vom 11. September vollständig, also institutionell und damit legitim, aufzuklären.
Die Aufklärung der Verbrechen kann nur über die Institutionen erfolgen. Das Handeln der Zweifler zeugt aber von einer Verkennung dieses Sachverhaltes. Anstatt zu versuchen, mit Mitteln der Diplomatie Bündnisse und Koalitionen mit den Institutionen zu schmieden, werden Grabenkämpfe und Scharmützel geführt, die nur zu einem Kraftverlust führen und in der Gewinn-Verlust-Rechnung das Soll verstärken.
Natürlich muss auch erwähnt werden, dass es immer wieder Versuche gab und gibt, diese Strategie zu verfolgen. Und besonders die Akteure aus dem massenmedialen Feld warteten auf dieses Unterfangen nicht gerade mit offenen Türen. Dennoch wurde diese Versuche nur halbherzig oder nicht strategisch und konsequent genug durchgeführt. Es gilt noch einmal darauf zu verweisen: Die Einbeziehung der Institutionen, insbesondere der kritisierten Massenmedien ist unabdingbar.
An dieser Stelle ist es sinnvoll, das Augenmerk auf einen weiteren Grund für das nicht rechte Vorankommen der Bewegung zu beleuchten, ein Grund, der nicht innerhalb des 9-11 Truth Movement zu suchen ist, sondern der bei den Massenmedien selbst liegt. Der Vorwurf der Verschwörungstheoretiker, die Massenmedien hätten zu tendenziell, einseitig und unkritisch berichtet, lässt sich nicht von der Hand weisen. Nach dem 11. September gab es in der Tat einen Medienblackout, wie es ihn in der jüngeren Geschichte noch nicht gegeben hat. Kaum ein Blatt, kaum ein Fernsehsender, kaum eine Radiostation berichtete insbesondere in den ersten beiden Jahren gegen die von der US-amerikanischen Auslegung der Ereignisse verbreiteten Meldungen. In den USA war diese mediale Gleichschaltung (eine Gleichschaltung, die nicht durch einen Diktator vorgegeben wurde, sondern, die sich durch eine Vielzahl latenter soziologischer, psychosozialer und psychologischer Motivationslagen zu begründen ist) am stärksten. Doch auch in Deutschland versagten die Medien kläglich, wenn es um eine eigenständige, kritische Reflexion und Hinterfragung ging.
Nicht nur, dass die Redaktionen in den Mainstreammedien allesamt auf der Bin-Laden-war-es-ohne-Zweifel-Schiene unterwegs waren und sind, sondern sie griffen auch noch die Erkenntnisse der Verschwörungstheoretiker von vorne herein mit unprofessionellem Verhalten auf, um diese bestenfalls der Lächerlichkeit preis zu geben, schlimmstenfalls in demagogischer Absicht zu verunglimpfen. Im Spiegel wurden die Zweifler mit den Holocaustleugnern auf eine Stufe gestellt, Hans Leyendecker, einer der renommiertesten deutschen Investigativ-Journalisten, bezeichnet die Zweifler so gar als Affen. Durch diese Form der Berichterstattung haben die Mainstreammedien die gegen sie erhobenen Vorwürfe mangelnder Objektivität mit Ansage und Trommelwirbel untermauert.
Auf einer grundsätzlicheren Ebene kann festgehalten werden, dass sowohl die Mainstreammedien als auch zahlreiche Verschwörungstheoretiker trotz der Tatsache, dass sie immer wieder den Wahrheitsanspruch ins Felde führen, konträr zu diesem Anspruch handeln. Es ist unübersehbar, dass in beiden Lager sehr häufig nichts anderes als die Kultivierung der eigenen Egoismen die Programmleitung übernommen hat. Das Handeln der Akteure von beiden Seiten dokumentiert eben nicht die ganz legitime Frage nach der Wahrheit, sondern es dokumentiert den latenten Wunsch die eigene Meinung als das Maß aller Dinge durchzusetzen.
Es ist schon interessant, wie die Journalisten des Nachrichtenmagazin Der Spiegel den Untersuchungsbericht der 9-11-Kommission als der Weisheit letzter Schluss anführen oder wie die Verlautbarungen der US-amerikanischen Regierung zu den Geschehnissen als unumstößlich angesehen werden. Nicht minder verwundernswert ist aber auch das Vorgehen vieler Verschwörungstheoretiker: Die Aussagen eines Augenzeugen, der behauptet er habe eine Art Rakete ins Pentagon fliegen sehen werden als wasserdichter Beweis für eine Verschwörung angesehen. Ein Bericht der BBC, in dem über den Einsturz von WTC7 berichtet wird, bevor es eingestürzt ist, wird als die endgültige Bescheinigung für einen Medienkomplott angeführt.
Diese Beispiele verdeutlichen einmal mehr einen Simplizismus, dem sowohl die etablierten Medien als auch alternative Journalisten in ihrer Arbeit Raum gewähren und der der Sache alles andere als dienlich ist. Insbesondere die Mainstreamjournalisten täten gut daran, zu akzeptieren, dass die Behauptung, Teile der US-amerikanischen Regierung seien selbst in die Attentate verwickelt, nicht grundsätzlich jeder Logik entbehrt. Das Gegenteil ist der Fall: Es ist alles andere als verwegen einen Terrorismus, der von Staatswegen durchgeführt wird um bestimmte innen- oder außenpolitische Ziele durchzuführen, als realistisch zu betrachten.
Das Prinzip, dass hinter dieser Vermutung steht, ist auf einer sehr trivialen Ebene am besten zu verdeutlichen. Das Prinzip ist wahrscheinlich so alt, wie die Menschheit. So sieht es aus: A hat eine Abneigung gegen B und möchte ihm einen Schaden zufügen. Dies tut er auch und zeigt dabei mit dem Finger auf C. Zufällig kommt D vorbei, der ein guter Freund von A ist und B ebenfalls nicht mag. D bestätigt die Aussage von A und B glaubt nun, C ist schuldig.
Das Prinzip, dass sich hinter der Theorie des Staatsterrorismus befindet ist nichts anderes als ‚jemand anderem die Schuld in die Schuhe schieben’. Und jeder dürfte damit schon mal aktiv oder passiv Erfahrungen gemacht haben. Zugegeben: Es ist durchaus noch ein weiter Weg von der Nicht-Ich-sondern-der-kleine-Bruder-war-es-Verhaltensweise zu den Ausmaßen eines Staatsterrorismus, wie er in Betracht gezogen wird. Doch es ist auch ein weiter Weg von der A-Jugend in die 1. Fußball Bundesliga. Das heißt: Nur weil etwas im Großen schwieriger umzusetzen erscheint als im Kleinen, bedeutet dies noch lange nicht, dass es nicht zu bewerkstelligen ist.
Die Liste der dokumentierten Fälle von Staatsterror ist umfangreich – Eine nähere Auseinandersetzung mit dem False Flag Terror findet sich hier. Die Journalisten aus dem Mainstream sollten sich unbedingt mit diesen Sachverhalten auseinandersetzen und erkennen, dass das Mittel des synthetischen Terrors von Staatswegen schon häufig verabreicht wurde.
Fazit
Als Gründe für die nicht Durchsetzung von dem 9-11 Truth Movement verfolgten Ziele wurden identifiziert:
a) Unbefriedigende/ schlampige Rechercheleistung/ journalistische Schnellschüsse von Seiten der Zweifler
b) Uneinigkeit in der Bewegung
c) Strategische Fehler/ unüberlegtes oder unausgewogenes Handeln
d) Egoistische Gründe
e) Ein Versagen der Massenmedien auf breiter Front
Will die Bewegung ernsthaft ihre Ziele verwirklichen, müssen alle involvierten Akteure die gemachten Fehler schnellsten beseitigen. Es dürfen keine Meldungen mehr verbreitet werden, die nicht hieb- und stichfest sind (und wenn doch spekuliert wird, muss dies auch kenntlich gemacht werden). Es gilt also ganz klar zwischen Fakten und Fiktion, zwischen Beweisen und Indizien zu trennen.
Die Bewegung muss ihre Ziele nochmals überdenken und klar formulieren. Hierfür ist es unumgänglich, dass persönliche Egoismen abgelegt werden und die Uneinigkeit und Streitereien beigelegt werden.
Des Weiteren müssen die strategisch gemachten Fehler analysiert werden. Es gilt eine klare, präzise und wirkungsvolle Strategie aufzustellen, durch die die gemachten Fehler zukünftig vermieden werden. Das Einlassen auf Grabenkriege und Scharmützel bringt keinen Gewinn. Es sollten mit diplomatischen Mitteln, mit Vernunft und Sachlichkeit vorgegangen werden. Das schmieden von Bündnissen und Koalitionen sollte Vorrang haben.
Des Weiteren müssen sich die Akteure der Bewegung im Klaren darüber sein, dass die von ihnen hervorgebrachten Merkwürdigkeiten noch kein Beweis für die aufgestellten Behauptungen eines Cover-Ups sind. Es sind Indizien, von denen einige sehr beachtlich, andere wenigstens interessant und wieder andere nichts als heiße Luft sind.
Zum gegenwärtigen Stand der Dinge kann nur mit Sicherheit gesagt werden, dass 9/11 nicht zur Genüge aufgeklärt wurde. Über die Anschläge des 11. Septembers ist ein großes Fragezeichen zu setzen. Nur eine neue Untersuchungskommission, mit einer fairen Besetzung und Ausrichtung, könnte dem Ziel, eine lückenlose, rechstaatliche Aufklärung der Terroranschläge nach kommen. Damit es aber zu einer neuen Untersuchung kommt, ist der Druck durch die Öffentlichkeit unumgänglich. Und um die Öffentlichkeit über die vermutliche Verschwörung umfassend zu informieren, ist die Einbindung der Mainstreammedien notwendig.
Das 9-11 Truth Movement sollte aus seinen Kinderschuhen hinauswachsen und eine neue oder zumindest erheblich verbesserte Programmatik an den Tag legen.
Bud Spencer
März 18, 2007 at 11:18
Wow, sehr gelungener Beitrag. Trifft das Problem auf den Punkt. Allein ob es gelöst werden kann?
„Hierfür ist es unumgänglich, dass persönliche Egoismen abgelegt werden“
-> Ich habe bei vielen „TruthMovern“ das Gefühl, dass sie ihr Zweifeln zur, sagen wir mal, „Selbstvermarktung“ einsetzen. Nicht wegen der Dinge, die sie herausfinden, sondern durch die Art ihrer Präsentation. Da werden Indizien plötzlich zu Fakten und teilweise haarsträubende Querverbindungen gezogen. Die sind zwar unterhaltsam, dienen der Sache aber nicht – im Gegenteil. Es würde mehr Sinn machen, sich auf wirkliche Fakten zu konzentrieren und dabei ganz sachlich zu bleiben. So wie Du schon schreibst. Wenn da nur die Versuchung mit der Selbstdarstellung nicht wäre… Joa, mehr Gansers braucht die Welt,
schönen Gruß, Texas Tornado!
März 19, 2007 at 5:15
falsch falsch falsch. meiner meinung nach ist das problem nicht der „egoismus“ der skeptiker, sondern die AGENDA der beführworter bzw. agitatoren der pentagon-doktrin. die meinen einen ost-west krieg führen zu müssen. und ich sage auch, dass die durchaus NICHT an die offizielle VT glauben, sondern sie aus strategischen gründen MITTRAGEN. denen geht es nicht um die wahrheit sondern um den sieg im konflikt mit china. „DIE“ fragewn sich nur eine sache: was wird passieren wnn die amis raus sind? und das sind sie wenn die wahrheit über 911 mainstream ist. die hängen alle am tropf der amis und die verteidigen ihren besitz.
März 19, 2007 at 10:31
Öhmm, das kann vielleicht erklären, warum die ANDERE Seite so oder so reagiert. Aber das hat rein gar nichts damit zu tun, warum die „TruthMover“ größtenteils schlampig arbeiten.
März 19, 2007 at 3:24
wenn man der meinung ist, dass 100% akurate recherche irgendetwas ändern würde, wäre das nen kritikpunkt. der meinung bin ich aber nicht. seit 911 will man uns suggerieren, dass ein streichholz in sich zusammenbräche, wenn die kuppe abgebrand ist. sieht man sich die einstürzenden türme mal völlig vorbehaltlos an, fragt man sich, warum sowas eigentlich nicht regelmässig passiert. also warum all die wolkenkratzer nicht einfach mal an ihrem eigenen gewicht zerbersten. also ich brauch da keine statiker und auch keine investigativen journalisten, um mir selbst die frage zu beantworten, ob da irgendetwas nicht stimmt.
wir sind jetzt also in einer situation, in der die mainstream-medien wissentlich am plot mitarbeiten (wenn das abkommen auch stillschweigend geschlossen wurde). und gegen diesen apparat kommt man imo nicht mit qualität, sondern nur mit quantität an.
März 19, 2007 at 6:02
Das Problem an der Sache ist doch folgendes: Wenn man keine Qualität liefert, dann macht man sich unglaubwürdig, sogar lächerlich.
Wenn ich meine, die offizielle Fassung ist falsch, dann bin erstmal in der Bringschuld was Fakten und Beweise angeht. Ob mir das gefällt oder nicht – so ist es nunmal.
Diese Schuld kann man nur erfüllen, wenn man wirklich handfeste Beweise liefern kann. Und sei mir nicht böse, aber soetwas wie „da brauch man kein Statiker für zu sein, um zu sehen, dass da was faul ist“ das ist der Sache nur abträglich. Das Ergebnis ist lediglich, dass andere bezüglich der offiziellen Darstellung verunsichert werden. Aber wenn ein Laie sagt „SO kann ein Skyscraper nicht zusammenfallen, das geht SO und SO…“ dann reicht das einfach nicht.
Daraus folgt: Du musst tatsächlich Statiker sein (oder halt jmd. der sich mit sowas auskennt) um dich dazu überhapt äussern zu könnnen – alles andere ist blabla. Glaub mir, 100 Experten werden dir erzählen können warum die offizielle Fassung stimmt und 100 andere Experten erzählen dir warum sie nicht stimmt. Wenn du ehrlich bist, dann musst du sagen: Ich weiß es nicht! Ich muss es noch herausfinden!
Machst du es anders und liegts daneben, dann wird dir niemand mehr glauben; dann hast du deine Legitimation etwas sachlich zu Thema beizutragen ganz verspielt – so wie der Herr Wischnewski, leider, der einfach zu starke Fehler macht.
Denn man darf doch nicht vergessen: Auch Leute wie Jones, Bröckers Wischnewski und wie sie alle heißen, die verdienen auch an ihrem Skeptiker-Dasein.
März 19, 2007 at 7:16
es geht nicht um 100%ig verifizierbare wahrheit. denn auch die würde skeptizismus hervorrufen. es geht auch nicht um 100%ige glaubwürdigkeit, denn jeder macht fehler. was würde es denn nützen, wenn einer die absolute wahrheit zu 911 kennt und beweisen kann, wenn ihm keiner zuhört? es ist doch viel wichtiger das überhaupt erstmal eine stimme LAUT wird die mainstream agenda angreift. um details kann man sich später kümmern. aber die massenmedien lassen sich nunmal nicht von einer handvoll 100%ig seriöser ermittler aus der reserve locken. dazu braucht man nen paar MILLIONEN die aufstehen.
März 19, 2007 at 7:21
manchmal frag ich mich worum es euch eigentlich geht, geht es nur darum die wahrheit herauszufinden, oder geht es vielmehr darum, dass daraus aus konsequenzen entstehen …
März 19, 2007 at 11:22
ui…darf ich dich zitieren: „…geht es nur darum die wahrheit herauszufinden…“
Ja!
Denn erst dann kann man Konsequenzen ziehen. Ansonsten baust Du auf Sand.
Aber ich weiß auch was Du meinst. Tatsächlich geben sich die Mainstream Medien ja viel Mühe alles was nach VT aussieht zu verlachen und als Blödsinn hinzustellen.
Aber: Die TruthMover machen es ihnen auch sehr einfach. Sie machen Fehler, die dann erst so richtig ausgewalzt werden.
Wenn man sich zum Ziel gesetzt hat, die Politik irgendwie „rumzureißen“ oder zu beeinflussen – ok, dann muss man natürlich auch reagieren können, schnell sein; mit anderen Worten: etwas schlampig.
)
Dazu folgendes:
1.Ändern wird sich gar nichts. Schau in die Geschichte: sie wiederholt sich. Selbst wenn 911 aufgedeckt WÜRDE, der Überwachungsstaat kommt so oder so (naja, ist ja schon da
2.Also wirft das eigene Engagement zwar keinen politischen Wechsel als Ergebnis ab aber doch immerhin persönliche Befriedigung. Und die kommt eher, desto schneller (schlampiger) man skeptizieren kann. In der Tat, würde es mehr TruthMovern um die Wahrheit gehen, dann könnte man völlig auf die „Nebenfolgen aus der Egokiste“ verzichten.
Beispiel: Dr. Danielle Ganser, Schweizer Wissenschaftler, befasst sich viel mit 911. Der arbeitet absolut vorbildlich. Langsam, aber genau. Und auch er schafft es ins Fernsehen, in den Spiegel, dahin wo man gehört wird. Warum? Weil er kaum Angriffsfläche bietet, weil er sauber arbeitet. Sicher geht es ihm auch um seinen Ruf, also sein Ego, seine Reputation, aber eben in einem gesunden Verhältnis.
GN8
März 20, 2007 at 3:36
ach daniel ganser war mit der wahrheit über 911 im fernsehen? also wenn das deine vorstellung von realität ist, dann noch viel spass beim truthmoven.
März 20, 2007 at 4:34
Oje, schon wieder ein Beispiel für ein beleidigtes, durch Egozentrik determiniertes, Leberwurstdasein.
Nur mal zum Nachdenken für stille Stunden; das sind dann die „Früchte“ der schlampigen Arbeit:
Etwa hier:
http://www.werboom.de/vt/html/loose_change2.html
oder auch hier:
http://www.loosechangeguide.com/LooseChangeGuide.html
ps(Der Begriff Truthmovement ist witzig, weil doppeldeutig. Die (reine) Wahrheit soll ja bleiben wo sie ist… Aber was ist schon Wahrheit…?
)
März 20, 2007 at 5:09
Das hier ist übrigens auch nicht schlecht. Da musste sogar ich lachen (kommt mal vor):
März 20, 2007 at 8:42
Hallo dix0n, hallo Texas Tronado,
freut mich, dass Euch der Artikel vom guten alten Bud so zum diskutieren anregt.
Hier ein paar Anmerkungen von mir:
dix0n, sehr interessant, was Du sagst. Du glaubst also, dass die Regierungen und verschiedenen offizielle Stellen eigentlich schon genau wissen, dass 9/11 ein cover up ist, dies aber aus geostrategischen und machtpolitischen Gründen ignorieren. Interessanter Gedanke. Ist leider schwer zu verifizieren, aber dass es so sein könnte, würde ich nicht grundsätzlich bestreiten.
Deinem zweitem Argument, dass eine 100-prozentige saubere Recherche, die die Wahrheit ans Licht bringt, nichts ändern werde, kann ich nur teilweise zustimmen. Gewiss, wasserdichte Beweise sind noch lange kein Strafbefehl. Das heißt, eine fundierte Recherche, die die Argumente der 9/11-Bewegung stützt, wird noch lange nicht zur Durchsetzung der geforderten Ziele führen. Die Hürden auf diesem Weg sind zu zahlreich und hoch, dass mit einem Beweis, die offizielle Verschwörungstheorie massenmedial und institutionell aufgegeben würde.
Allerdings, und ich denke da wirst auch Du mir bei genauerer Überlegung zu stimmen, ist die Ebringung hieb und stichfester Beweise einer der wichtigsten Schritte, um überhaupt kraftvoll weitergehen zu können.
Sicher stimmt es, wenn Du schreibst, es gehe doch erstmal darum, laut zu werden, sich überhaupt Gehör zu verschaffen. Stimmt. Aber dieser Schritt ist bereits erfolgt. Es wurde sich ja eben immerhin so laut Gehör verschafft, dass auch Der Spiegel und andere Mainstreammedien die Aussagen der Zweifler aufgegriffen haben. Allerdings: Die Rezeption der Verschwörungstheorien in den Mainstreammedien entsprach zumindest in Teilen auch ihrer mangelhaften Qualität (dies bedeutet nicht, dass die beleidigenden und hetzerischen Tendenzen dieser MM Artikel beschönigt werden sollen).
Deine Aussage „um details kann man sich später kümmern“, zeugt leider von der von mir besprochenen Problematik.
Eben nicht. Sicher, erst geht man holzschnittartig vor. Man steckt den Rahmen ab. Von außen nach innen. Gewiss. Aber glaubst Du nicht auch, dass diese Phase längst vorbei ist und dass darüber hinaus einige nicht nur holzschnittartig, sonder richtig grobschlächtig vorgeangen sind (die Resultate habe ich ja angesprochen).
Mit einer gewissen Verwunderung habe ich Deine Aussage bezüglich der Offensichtlichkeit des Einsturzes der Türme vernommen.
Persönlich stimme ich Dir zwar auch hier zu, dass der Einsturz in der Tat nach einer Sprengung aussieht. Allerdings, und ich denke auch da wirst Du mir widerrum zu stimmen, ist es ein Unterschied ob ich etwas zu wissen glaube, oder etwas tatsächlich weiß. Und wissen könnten wir es nur dann wirklich, wenn einerseits ein fundierter wissenschaftlicher Hintergrund bezüglich der Materie bei uns selbst vorhanden wäre und andererseits eine Vielzahl weiterer Variablen berücksichtigt würden.
Weiter schreibst Du „was würde es denn nützen, wenn einer die absolute wahrheit zu 911 kennt und beweisen kann, wenn ihm keiner zuhört?“. Richtig: Damit sprichst Du doch eine weitere Kernaussage des Artikels an: Es kommt, um das Nichtzuhören zu vermeiden, darauf an, die Wahrheit zu kommunizieren. Aber wie kann die Wahrheit am schnellsten und somit auch am effktivsten verbreitet werden? Eben durch die vorhandenen Kommunikationskanäle mit denen sich am meisten Rezipienten erreichen lassen. Welche Kommunikationskanäle dazu gehören, weißt Du selbst.
Und mit den Millionen, die auf die Straße gehen sollten, hast Du sicherlich recht, aber wie willst Du die Massen mobilisieren? Indem der Geist der Einsicht plötzlich Millionen beseelt? Wäre nett, aber dies halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Verwundert hat mich Deine Aussage besonders deshalb, weil es doch eine weitere Kernaussagen des Artikels ist, dass aufgehört werden sollte ‘zu glauben’, ‘glauben zu wissen’ usw, sondern dass es zuerst um beweisbare Fakten gehen sollte.
Wie gesagt – erst diese bilden das Fundament!
Ach, Texas Tornado, was ich noch zu Deinen Beiträgen sagen wollte: Es gefällt mir, dass Du die Arbeiten von Ganser positiv herausstellst. In der Tat gibt er ein gutes Beispiel dafür ab, wie es funktionieren kann.
Aber, und jetzt möchte ich etwas allgemeiner werden, eines sollte noch mal verdeutlicht werden: Unterm Strich geht es nicht um meine Meinung, leider auch nicht um Eure Meinung, sondern um die Tatsache, dass ein Verbrechen aufzuklären ist, und dies nur mit rechtstaatlichen Mitteln zu bewerkstelligen ist.
Und, um es nochmal zu betonen: Weil es nicht um meine oder Eure Meinung geht, sind die persönlichen Egoismen, das Recht-haben-Wollen um jeden Preis, deplaziert.
Wichtig ist, dass der Ton sachlich und die Argumente durchdacht sind aber trotzdem in der großen ganzen Sache knallhart geblieben wird.
Darüber hinaus, und dies ist wirklich ein großes Anliegen von mir: keine Grabenkriege in den eigenen Reihen. Lieber dem anderen auch mal einen Fehler eingestehen, lieber mit den eigenen Ansichtsweise zurückstecken, als nach dem kleinkindlichen Ich-will-meinen-Kopf-dursetzen Prinzip zu verfahren. Einigkeit in der Bewegung könnte eine der Trumpfkarten sein, die die Bewegung zu gegebener Zeit ausspielen kann. Aber was soll man von einer Bewegung halten, die sich selbst zerfleischt?
März 20, 2007 at 11:42
was ist denn wissen? wissen _ist_ das _glauben_ an fakten, an beweise. man ist immer auf das glauben angewiesen, wenn es um dinge geht, die man nicht selbst erlebt hat. ein beweis gilt als „gesichert“, wenn der _beurteilende_ an dessen stichhaltigkeit _glaubt_.
März 21, 2007 at 1:31
Hallo Bud Spencer,
Hallo dix0n,
schön das der Autor bei der Diskussion mitmacht und ein Paradbeispiel für sachliche, exakte und nüchterne Argumentation liefert. Wie Du schon sagtest, Grabenkriege in den „eigenen Reihen“ sind nur hinderlich – dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen.
Dix0n, Du sagst, man könne nicht wissen, sondern nur glauben. Gut, das ist richtig, aber ohne erläuternde Hinweise führt diese Aussage in die Irre. Bedenke, daß es hier nicht um ein Religionsgespräch geht, bei dem der Begriff des „Glaubens“ genau untersucht werden muss. Vorliegend handelt es sich doch um eine Auslegung des Begriffes, über den es schon eine Konsens gibt. Laß mich die Auslegung hier kurz ausbreiten:
Grundsätzlich bedeutet „etwas wissen“ nicht (und da sind wir uns wohl einig) einen Sachverhalt so abgezubildet zu haben, daß er der Wahrheit entspricht und zwar mit den für den Verstand greifbaren Methoden. DAS kann „ewtas wissen“ schon deshalb nicht bedeuten, weil diese zur Verfügung stehenden Methoden, der interpretierende und der die Methoden „erfindende“ Verstand in ihrer Leistungsfähigkeit beschränkt sind. Folglich kann der Mensch nur einen Ausschnitt der Wahrheit nachzeichnen. Was die Welt im Innersten zusammenhält, das wird er wohl nicht herausfinden. (Mann beachte, daß auch dies nur geglaubt wird..
)
Was folgt daraus? Zum einen, daß wir uns abschminken können jemals DIE Wahrheit zu erkennen. Zum anderen, daß wir nur versuchen können, der Wahrheit nah zu kommen. Dabei hilft uns unser Verstand bzw haben wir in der greifbaren Welt kein anderes Mittel als den Verstand zur Verfügung.
Unser Verstand sagt uns, etwas ist „richtig“ (also entspricht wohl weitestgehend der Wahrheit), wenn es mit den von uns vorgegebenen Annahmen nicht in Wiederspruch steht. (Diese Annahmen sind etwa: „Auf der Erde fällt alles nach unten, alles andere FÄLLT nicht“, „1 ist weniger als 2 und 1 und 1 ist 2″ usw – also alles Behauptungen die als gesichert quasi als Wahrheit gelten).
Um den Bogen zurückzuspannen: Unser Verstand läßt uns zweifeln, wenn er einen Sachverhalt nicht unmittelbar mit diesen Annahmen in Einklang bringen kann. Bezogen auf den Einsturz der WTC Türme muss also folgendes berücksichtigt werden: Als Laie kenne ich die wissenschaftlichen Annahmen nicht, die bei so einem Einsturz überhaupt zu Grunde zu legen sind. Damit verliere ich jegliche Legitimität mich ernsthaft zu diesem Thema zu äussern – tatsächlich kann ich nur spekulieren. Ich kann Wissenschaftler heranziehen, die versuchen mir den Sachverhalt zu erklären. Wenn das alle Wissenschaftler einstimmig so machen, dann sagt mir mein Verstand: Das ist richtig, das kannst du glauben, das entspricht der Wahrheit (ob es tatsächlich die Wahrheit ist, das ist damit natürlich noch nicht gesagt – komischerweise wissen die Wissenschaftler das meist ganz genau…).
Wenn ich als Laie jetzt, aufgrund solch quasi gesicherter „Erkenntnisse“ mein Handeln einrichte, dann ist das (wie ich finde) nur legitim. Worauf sollte man sich sonst stützen?
Aber was ist, wenn diese „Erkenntnisse“ fast ausschließlich auf Laienäusserungen, Aussagen vom Hörensagen, verwackelten Bildern etc beruhen und sich einige dieser „Erkenntnisse“ eben aufgrund schlampigen Zusammenfügens von Indizien als falsch herausgestellt haben?
Dann sollte der Verstand das nächste mal sagen, „vorschicht, nochmal genauer hingucken, die Fakten besser zweimal abklopfen“. Erst wenn das passiert, dann kann man von einem substantiierten Glauben, einem „Wissen“ ausgehen.
Erst dann braucht man sich nichts mehr vorwerfen lassen, wenn man dann doch daneben gelegen hat.
Wie kommen die Menschen aber dazu schon vorher, eben voreilige, Schlußfolgerungen zu ziehen? (Na da braucht es einen guten Soziologen
oder Psychologen) Ich denke, weil ein solches Verhalten kurzfristig belohnt wird – mit Anerkennung.
Darüber muss man sich hinwegsetzten und hier trennt sich dann die Spreu vom Weizen in der investigativen Vorgehensweise. Wem es tatsächlich um die Sache geht, der arbeitet sorgfältig. Wem es um sich geht, der lässt auf mal 5 gerade sein und nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau. Riskant, denn wer daneben liegt erntet Hohn und Spott.
Um diesen Hohn und Spott (den die MM fast schon als Waffe gegen die alternativen Erklärungsversuche einsetzen) zu vermeiden und damit den MM eine Waffe zu entziehen, kann man nur sorgfältig vorgehen.
Wie Du siehst dix0n, man braucht nicht absolutes Wissen sondern „nur“ hinreichend verdichtete, logische Folgerungen und damit ANERKANNTES Wissen.
Ohne dieses
- wird man nicht ernst genommen,
- verspielt man sich die Chance in Zukunft ernst genommen zu werden,
- kann nichts unternehmen, weil es an Breitenwirkung fehlt.
März 22, 2007 at 2:23
naja … „ankerkanntes wissen“ halt, wie das von ali baba und den vierzig räubern. komischerweise musste man das nicht hinreichend verdichten um als „wahrheit“ anerkannt zu werden. die ermittler ernteten auch keinen hohn und spott und werden offenbar landläufig weitgehend ernstgenommen. und unternehmen tun sie seit dem auch ne menge mit eingem an breitenwirkung …
März 22, 2007 at 11:45
meine güte, so viel text, so viel bequemer hegel und so wenig aussage.
bin enttäuscht über meine vergeudete aufmerksamkeit.
bitte das nächste mal in zwei, drei sätzen – das sollte auch reichen.
cato.
März 22, 2007 at 5:20
dont feed the trolls