Seit kurzem dürfte es in den Kantinen des Us-amerikanischen Repräsentantenhauses etwas weniger freiheitlich zugehen. Die letzen beiden Kantinen servieren dort nämlich ihre angesichts der Kritik der Franzosen am Irak-Krieg umgetauften „Freedom Fries“ ab sofort wieder als „French Fries“.
Freiheitlich-kreative Wortschöpfungen dieser Art sind übrigens gar nicht so originell, wie es zunächst den Anschein haben mag. Haben sie doch in der amerikanischen Geschichte eine längere Tradition. So hat man schon im ersten Weltkrieg aus deutschem Sauerkraut und Frankfurter Würsten „Liberty Cabbage“ und „Liberty sausage“ gemacht. Wie schon mal gesagt, Geschichte wiederholt sich eben.

Ich bin mir übrigens gar nicht so sicher, ob die repräsentale Wiederumtaufung nicht etwas zu früh vorgenommen wurde. Schließlich steht ja aktuell gerade ein weiterer Freiheitsverhinderer auf dem amerikanischen Kriegsspeiseplan, an dem die Franzosen – ähnlich wie vor drei Jahren – keinen Geschmack finden könnten. Und dann müsste man wohl schon wieder neue Speisekarten drucken.

Grüße,
Karlstadt

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