Die New York Times beschäftigt sich heute in ihrer Internetausgabe mit der Reaktion der 911-Commission auf ein Treffen zwischen George Tenet und Condoleezza Rice im Juli 2001, in dem es offensichtlich um aktuelle terroristische Bedrohungen der USA durch Al-Quaida ging. Mitglieder der Commission drückten der Times zufolge ihre Verärgerung darüber aus, trotz Befragungen der beiden Probanden, nichts über dieses Treffen erfahren zu haben:

In interviews Saturday and Sunday, commission members said they were never told about the meeting despite hours of public and private questioning with Ms. Rice, Mr. Tenet and Mr. Black, much of it focused specifically on how the White House dealt with terrorist threats in the summer of 2001.

Dieser Umstand ist nur ein weiterer Beleg dafür, dass der Bericht der 911-Komission ungeachtet seines beachtlichen Umfangs (der für viele allein deshalb schon detailliert zu sein scheint) – in vielerlei Hinsicht mangel- und lückenhaft ist und dass die US-Regierung wenig Interesse an der Unterstützung der Aufklärungsarbeit hat.
Wer sich übrigens im Detail für dieses offenkundige Desinteresse interessiert, der sollte sich die Dokumentation Press for Truth (als Google-Video) anschauen. Die Dokumentation konstruiert keine „Verschwörungstheorien“ im eigentlichen Sinne, sondern entlarvt anhand von „offiziellem“ Material und Mediendokumenten eindrucksvoll, mit welcher Dreistigkeit Mr. Cheney, Mr. Bush, Ms. Rice und Konsortien die Aufklärung zu den Anschlägen am 11. September zu be- und verhindern such(t)en.

Einen Gruß von
Karlstadt

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